Radioaktivität der Instrument

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Mephisto
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Registriert: 10 Mai 2020 18:38
Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Mephisto »

Die alte Instrumente haben ja Leuchtfarben welche in Zeiten angebracht wurden wo Strahlenschutz keine große Rolle gespielt hat. Wenn man so ein Gerätebrett sich zusammen baut, kommen schon einige Instrumente zusammen. Damit holt man ggf. deutlich mehr Quellen der Radioaktivität "ins Haus" und setzt die Umgebung einer Gefahr der Radioaktivität über der normalen Hintergrundstrahlung.

Hat sich jemand detaillierter mit dieser Frage befasst? Gibt es vielleicht Hinweise und Anweisungen beim Umgang? Beste Vorgehensweisen bei Aufbewahrung, Wartung und Reinigung der Instrument usw.?

Vielen Dank.

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Teilesammler
Beiträge: 150
Registriert: 28 Jan 2020 21:59
Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Teilesammler »

Hallo Mephisto,

unter https://www.deutscheluftwaffe.com/archi ... tmasse.htm gibt es einen ausführlichen Artikel dazu.

Ich bin kein Experte, aber die größte Vorsicht ist bei geöffneten Instrumenten geboten. Das versuche ich persönlich so weit wie möglich zu vermeiden.

Viele Grüße
Sammle alles zur Focke-Wulf Ta152.

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Die13
Beiträge: 219
Registriert: 29 Jan 2020 12:23
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Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Die13 »

Die Strahlung ist so stark, das ich nach über 40 Jahren Sammeln noch nichts verspüre. Das Triebwerk T53 der Bell UH 1D hat ein vorderes Gehäuse, es strahlt so vor sich hin, auch dies habe ich bisher überlebt.
Ihr jüngeren Menschen liebt euer Handy so sehr, dass ihr es nie ausmacht, auch eine Strahlung!
Ganz ehrlich, wer Angst hat davor soll so was nicht Sammeln! Es gibt ja schon Plastikersatz der ja in 200 Jahren sich noch immer nicht zersetzt hat und der Natur wohl mehr schaden zufügt.

PS. wenn Sie nicht das Glas entfernen, Die Leuchtfarbe abkratzen und einatmen kann man davon ausgehen das eine Röntgenaufnahme sie mehr gefährdet.

Sorry für meinen Antwort, nur bei so einer Frage kann man nicht anders.

Grüße
Harald

Oliver
Beiträge: 143
Registriert: 28 Jan 2020 19:19
Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Oliver »

Mir geht es wie Harald.

Wir wollen nichts verharmlosen, aber man braucht sich nicht verrückt machen.

Wer Angst hat, sollte etwas anderes Sammeln, so bleibt mehr für uns.......die furchtlosen Ignoranten.

Grüße
Oliver

Mephisto
Beiträge: 9
Registriert: 10 Mai 2020 18:38
Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Mephisto »

Auch wenn die Risiken wohl begrenzt sind, ist es doch sinnvoll sich zu informieren. Vielen Dank daher für den Link.

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Simpit
Beiträge: 48
Registriert: 21 Apr 2020 19:35
Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Simpit »

Hier noch mein Senf dazu:

Wenn ich ein Gerät zerlegen, was sich bei dem AFN2 schon getan habe, um es komplett zu reinigen, mach ich das 1. im Freien und 2. mit einer hervorragenden Moldex-Atemmaske mit 2 Schutzfiltern. Handschuhe und ein Pinsel, der zu nichts anderes verwendet wird und nach der Reinigungsaktion wieder zurückkommt in eine Plastiktüte, die verschlossen wird, ist für mich Pflicht.

Bei Cockpitschaltern achte ich darauf, dass ich möglichst den Leuchtpunkt nicht berühre, sondern nur oben und unten anfasse.

Mir ist klar, dass dies übertrieben ist und wahrscheinlich nur psychologische Auswirkungen hat (Oliver und Harald haben Recht – genau dasselbe wurde mir bereits von einem Freund, der Diplom Physiker ist bestätigt). Aber mir ist dann einfach wohler.
Viele Grüße

Hans Dieter

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Die13
Beiträge: 219
Registriert: 29 Jan 2020 12:23
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Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Die13 »

Hallo, Dein Text und auch deine beschriebenen Maßnahmen gefallen mir gut. Jeder muss da halt seinen Weg gehen....
Es gibt in einen Doko Kanal ab und zu einen Filmbericht über die Uhrenherstellung in der USA.
Da mußten Frauen die Zifferblätter bemalen. Das der Pinsel immer schön fein blieb, nahmen die Damen ihn jedes mal in den Mund. So was soll man nicht machen, denn nach ein paar Jahren ist der Effekt Krebs dann da.

Grüße
Harald

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Simpit
Beiträge: 48
Registriert: 21 Apr 2020 19:35
Re: Radioaktivität der Instrument

Beitrag von Simpit »

Hallo Harald,

Hiervon habe ich auch gehört. Diese Methode wurde bis in die Fünfzigerjahre betrieben und führt zu schwersten Gesundheitsschäden.

Für alle, die das Thema interessiert noch folgendes:

Jüngst war ein Meßteam des LUBW bei mir und hat mit 2 High-End-Messgeräten meine Instrumente vermessen. Dabei hat sich herausgestellt, dass zum großen Glück an der Leuchtmasse des Schauzeichensatzes von Siemens, die ich stundenlang (ohne Schutzmaske) restauriert habe, obwohl unter UV-Licht stark leuchtend, keinerlei Gamma-Strahlung feststellbar und somit nach Auffassung der Fachleute definitiv kein Radium enthalten ist. Genau dasselbe gilt für den weißen Leuchtpunkt auf den Kippschaltern von Siemens. auch hier ist in der Leuchtmasse kein radioaktiver Stoff verbaut. Vielleicht haben die Ingenieure von Siemens damals schon gewusst, dass das Material nicht gerade gesundheitsfördernd ist. Anders verhält es sich mit allen anderen Instrumenten am Me-109-Instrumentenbrett. Sämtliche analogen Anzeigegeräte zeigen deutliche Gamma-Strahlung. Besonders deutlich zeigte sich die Strahlung zum Beispiel an der Junghans-Borduhr. Allerdings sagten die Fachleute, dass die Sache nicht gesundheitsschädlich ist, solange man die Instrumente nicht öffnet. Ein befreundeter Physiker vertritt die Auffassung, dass die verwendeten Mengen an Radium in der Leuchtfarbe so gering seien, dass dies unbedenklich sei. Die Fachleute vom LUBW sind der Auffassung, dass in allen Stoffen, in den Radium enthalten ist, höchste Vorsicht beachtet werden sollte.

Habe mir jetzt als Reaktion hierauf eine kleine GM-Röhre bestellt. Da ich meine Instrumente auch gerne in Betrieb sehe, interessiert mich zum Beispiel, ob beim Betrieb der Instrumente (zum Beispiel aufgrund von Staubentwicklung) erhöhte Messwerte auftreten.
Viele Grüße

Hans Dieter


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